Ariadne von Schirach – Die psychotische Gesellschaft

Die psychotische Gesellschaft

Wie wir Angst und Ohnmacht überwinden

Man könnte meinen, die Welt wäre verrückt geworden. Was ist, wenn das tatsächlich stimmt?

Angesichts einer immer verrückter werdenden Gegenwart ist es an der Zeit, uns wieder an unsere Würde, unsere Träume und unsere Verantwortung für unser eigenes und gemeinsames Leben zu erinnern. »Die psychotische Gesellschaft« ist eine hellsichtige Analyse unserer ökonomisierten Gesellschaft und zugleich ein leidenschaftliches Plädoyer für einen anderen Umgang mit Natur, Menschsein und Liebe.

Selbstmordattentäter, Geflüchtete und populistische Präsidenten. Und dann spielt auch noch das Klima verrückt. Dieser krisenhafte Zustand hat viele Gründe. Die Ökonomisierung der Welt hat sich im 21. Jahrhundert fast vollendet. Sie betrifft schon lange nicht mehr nur das Sichtbare, sondern reicht tief in das Unsichtbare hinein: in das Soziale, in den Umgang mit uns selbst, den anderen und der Welt. Der Selbstwert ist zum Marktwert geworden, die Grenzen zwischen Ich und Welt verschwimmen. Das Resultat dieser kollektiven Identitätskrise ist eine psychotische Gesellschaft, deren Mitglieder weder wissen, wer sie sind, noch was sie sollen, und deshalb unfähig sind, mit sich und miteinander bewusst, wertschätzend und angemessen umzugehen. Doch jede Krise trägt in sich die Möglichkeit einer neuen Ordnung, sie ist eine Chance, unser Verhältnis zu uns, den Anderen und der Welt neu zu erzählen.

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Känguru Spezial: Warum geben Sie keine Interviews, Marc-Uwe Kling?

Quelle

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Seine „Känguru-Chroniken“ haben eine Millionenauflage, seine Lesungen sind innerhalb von Minuten ausverkauft und von der ZEIT wurde er als der „einflussreichste linke Intellektuelle des Landes“ bezeichnet. Dabei gibt der Autor und Kleinkünstler Marc-Uwe Kling, geboren 1982 in Stuttgart, seit vielen Jahren keine Interviews mehr.

 

Deshalb ist in dieser Folge von „Alles gesagt?“ alles anders. Marc-Uwe Kling kam nur unter einer Bedingung in die Podcast-WG: Er stellt hier die Fragen. Klingt wollte über Macht und Einfluss von Google und Facebook diskutieren, über den NSA-Skandal, über den Zustand des Journalismus, über Hasskommentare und darüber, ob man mit Rechtsradikalen reden dürfe. Auch das traditionelle Spiel „A oder B“ hat Kling übernommen und für die Gastgeber vorbereitet, die nun ausnahmsweise die Gesprächsgäste sind: ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend und ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner.

 

Beim Eierkuchenmachen klingelt es an der Tür – und das Känguru schaut vorbei, der Titelstar aus Klings Buchreihe und dem Film, der gerade anläuft. Nach vier Stunden und einer Minute beenden Amend und Wegner das Gespräch. Das darf beim unendlichen Podcast nämlich nur der Gast.

 

Hier der Inhalt der Folge in Minutenangaben:

 

00:01:50 Diesmal ist alles anders.

00:04:50 „Die „Star Wars“-Tassen nehme ich.“

00:08:30 „HBO: Das war ein Angebot, dass man nicht ablehnen konnte.“

00:11:14 „Das Känguru ist unzuverlässig wie immer.“

00:12:38 Das Schlusswort wählen heute die Gastgeber.

00:14:10 Wolltet ihr immer schon Journalisten werden?

00:14:15 Warum Christoph Amend doch kein Fußballprofi wurde.

00:21:00 Warum Jochen Wegner Physik und Philosophie studiert hat.

00:36:00 „Wenn Ihr in Australien bei Murdoch arbeiten würdet, hättet Ihr auch gekündigt?“

00:42:00 Muss die Aufklärung aufpassen, dass sie nicht übertreibt?

00:46:00 Die Macht von Facebook

00:51:00 „Du fällst ins ‚rabbit hole‘.“

01:02:00 „Habt ihr darüber nachgedacht, das System zu ändern?“

01:13:00 Es gibt Eierkuchen.

01:15:00 Amend kann keine Pfannkuchen machen.

01:19:00 „Ich habe Podcasts nie verstanden, ich höre lieber ein Hörbuch.“

01:21:00 Peinliche Lieblingssongs

01:35:00 Wie Marc-Uwe Kling den Darsteller für Marc-Uwe Kling fand.

01:42:00 Die Pfannkuchen sind fertig und das Känguru klingelt.

01:44:00 Die berühmte Känguru-Anfangsszene – erstmals aus Sicht des Kängurus erzählt

01:48:00 Das Spiel „A oder B“ diesmal nicht von Jochen Wegner, sondern vom Känguru

01:56:00 Der „AB“-Test dann doch von Jochen Wegner, aber mit Marc-Uwe Kling

02:12:00 Welche Zeitung liest das Känguru da im Film?

02:15:00 Mit Rechten reden?

02:31:00 Angriffe auf Journalisten

02:46:00 Die Prophezeiungen aus dem Kling-Roman „Qualityland“

03:00:00 Wie geht es dem investigativen Journalismus?

03:09:00 Der NSA-Skandal und seine Folgen

03:22:00 Wie gefährlich sind Deep Fakes?

03:41:00 Warum sehnen sich heute viele nach einfachen Thesen?

03:45:00 Die positiven Folgen der Globalisierung

03:51:00 Wenn Gags nicht funktionieren.

03:55:00 Ist „Breaking Bad“ besser als „The Wire“?

03:58:00 „Darf man in eurem Podcast ‚fuck‘ sagen?“

Kaspar Sommer – Waldläufer

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Wenn die maximal erträgliche Wahrheit immer geringer wird, tritt zwangsläufig das Phänomen der biegsamen Realität auf den Plan, indem sich Fakten und Fiktionen vermischen, um dem offensichtlichen Durcheinander zumindest einen gewissen Sinn abzutrotzen. Das vorliegende Romandebüt von Kaspar Sommer stellt eine Art Logbuch dar, das dem Leser einen Blick aus der Perspektive des Protagonisten auf dessen Realität gewährt. Bei seiner Reise von seinem Loch bis zum Mars macht er Halt an verschiedenen Stationen seines Lebens und schildert unverhohlen, welche Spielarten der Wahrnehmung in jedem von uns schlummern.