Amateurfunk – mehr als ein Hobby

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Weltweit kommunizieren ohne Internet oder Mobiltelefon mit oft selbstgebauter Funktechnik: Das begeistert weltweit um die drei Millionen Menschen. Das Hobby stiftet Völkerverständigung und Gemeinschaft – aber auch wertvolles Know-how in Katastrophenfällen.

Gut 120 Jahre nach der Erfindung des drahtlosen Telegrafen durch den Italiener Guglielmo Marconi hat der Amateurfunk auch heute für viele Menschen wenig von seiner Faszination verloren. In Deutschland gibt es rund 80.000 Funkamateure. Hobbyfunker sind mit ihrer Funktechnik meist autark und versuchen, aus der heimischen Funkbude heraus oder auf Reisen mit mobilen Funkgeräten Verbindungen zu möglichst weit entlegenen Funkstationen herzustellen. Besonders in Not- und Katastrophenfällen sind das Technikwissen und die Erfahrungen der Funkamateure auch heute noch oft gefragt.

Funksignale empfangen darf jeder, dafür reicht inzwischen ein Internetzugang. Aber Senden darf nur, wer die dafür nötige Lizenzprüfung bei der Bundes­netzagentur abgelegt hat. Die Gemeinschaft der Funkamateure lebt von weltweiter Völkerverständigung genauso wie von gemeinsamen Bastelabenden, Fuchsjagden und viel Geselligkeit am heimischen Grill. Dabei darf immer auch gefunkt werden, per Sprechfunk oder über Morsetelegrafie, die seit 2014 sogar deutsches UNESCO-Kulturerbe ist und von vielen Funkamateuren noch immer betrieben wird.